Network-Marketing und das Wettbewerbsverbot

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Network-Marketing und das Wettbewerbsverbot

Die meisten Network Verträge enthalten ein Wettbewerbsverbot. Solche Wettbewerbsverbote sind jedoch nicht immer wirksam.

Beginnen wir mit dem nachvertraglichen Wettbewerbsverbot. Solche Wettbewerbsverbote sind grundsätzlich zulässig. Jedoch dürfen diese von dem jeweiligen Network-Unternehmen nicht beliebig gestaltet werden. Das nachvertragliche Wettbewerbsverbot unterliegt dem Schriftformerfordernis gemäß § 126 BGB. Des Weiteren darf dieses Wettbewerbsverbot eine maximale Dauer von 2 Jahren nicht übersteigen. Dies bedeutet, dass ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot ohne zeitliche Begrenzung nicht wirksam sein kann. Des Weiteren sollte ein wirksames nachvertragliches Wettbewerbsverbot eine finanzielle Entschädigung für die Dauer des Verbots enthalten.

Kommen wir zu der häufigen Frage, ob man als Networker für mehrere Network-Unternehmen tätig sein kann.

Sollte der Vertrag nichts Gegenteiliges regeln, so ist dies grundsätzlich erlaubt. Häufig finden sich in Network-Verträgen Regelungen, die dies verbieten. Diese sind jedoch nicht selten unwirksam. Häufig enthalten solche Verträge ein generelles Verbot für Konkurrenzunternehmen tätig zu werden, die denselben Vertriebsweg benutzen. Eine solch pauschale Regelung, die sich auf alle Unternehmen desselben Vertriebsweges bezieht ist unwirksam.

Es kommt daher immer auf den Einzelfall und die Ausgestaltung der entsprechenden Regelung an.

2017-06-20T06:20:51+00:00

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